Der Demenz ein Schnippchen schlagen

Die häufigste Form von Demenz ist die sogenannte Alzheimerdemenz.

Die schlechte Nachricht dabei ist: 60% der Demenzerkrankten sind von Alzheimer betroffen, die gute Nachricht: mit aktiven Gehirntraining kann man diese Form von Demenz gut in Schach halten.
Bei der Alzheimerdemenz wird die Nervenübertragung zwischen den Gehirnzellen durch Eiweißablagerungen nachhaltig gestört, so dass es im Laufe der Zeit zu einem Abbau der Gedächtnisleistungen kommt und Erinnerungen und Gelerntes nicht mehr zur Verfügung stehen.
Je früher man allerdings die Alzheimerdemenz erkennt und diagnostiziert, umso besser kann man sie in den Griff bekommen, indem man das Fortschreiten der Krankheit verlangsamt und somit das Damoklesschwert des Versinkens im Vergessen eine lange Zeit bekämpfen kann.
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass geistige Aktivitäten, Bildung und vor allem soziale Kontakte den Ausbruch der Alzheimerdemenz verhindern bzw. hinauszögern können.
Schon lange kennt man in der Gehirnforschung das Phänomen, dass ein Großteil der Gehirnkapazität eigentlich nicht genutzt wird. Wird nun eine Gehirnregion durch eine nachhaltige Störung außer Kraft gesetzt, dann können andere Bereiche die Funktion der zerstörten Region übernehmen. Diese Tatsache hilft uns auch bei der Alzheimerdemenz.
So können aktive Gehirne bei Störungen bestimmter Areale auf die Reserven in anderen Hirnbereichen zurückgreifen. Mit anderen Worten: „Geistige Aktivität hält die Krankheit in Schach.“

Ich finde es sehr beruhigend, dass somit die Diagnose Alzheimer nicht zwingend eine Katastrophe bedeuten muss. Durch die Tatsache, dass ich als Betroffener, bzw. als pflegender Angehöriger durch aktives Gehirntraining dazu beitragen kann die Krankheit und ihre Symptome nachhaltig hinauszuzögern, bekomme ich eine „zweite Chance“ für den Erhalt des Lebensglücks im Alter.
Eine der effektivsten und wirkungsvollsten Methoden des  aktiven Gehirntrainings ist das Tanzen.
Beim Tanzen bleiben Sie körperlich und geistig fit und es macht großen Spaß. Es gibt in der Alzheimerforschung Stimmen, die besagen, dass aktive Tänzer per se nicht an Alzheimer erkranken. So können Sie durch regelmäßiges Tanzen einen großen Beitrag zu Ihrer geistigen Fitness beitragen. Dabei gibt es die Möglichkeit von den klassischen Gesellschaftstänzen bis hin zu den Sitztänzen, wenn es mit den Füssen und Beinen nicht mehr so gut funktioniert.

Wichtig: Üben Sie jeden Tag!

Wiederholen Sie jeden Tag die Tanzmuster und Formationen, die Sie schon kennen und lernen Sie jeden Tag eine neue Kombination dazu! So bleiben Sie körperlich und geistig im Schwung.
Wenn Ihr Partner ein Tanzmuffel ist und keine Lust hat zum gemeinsamen Tanzen, dann kann man die Tanzschritte auch alleine üben. Vielleicht finden Sie aber auch einen anderen Menschen aus Ihrer Umgebung, der gerne mit Ihnen tanzt.

In vielen Städten werden außerdem spezielle Seniorentanzgruppen angeboten.

Viel Freude beim Tanzen und aktiven Gehirntraining wünscht Ihnen

Ihre Eva-Maria Popp

 

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