„E“ wie Erinnern

Ein Ausflug in die Philosophie des Erinnerns

E - wie erinnern

© Gabriele Rohde – Fotolia

Erinnern, was ist das?
Erinnern, wozu?
Erinnern, wie geht das?

Das Leben eines Menschen, seine ganze Persönlichkeit, ist nichts weiter als eine einzige Ansammlung von Erinnerungen, die zueinander in Beziehung stehen und in ihrer Summe zum  einen und in ihren diversen Verknüpfungen zum anderen die Identität eines Menschen  ergeben.

Somit sind Erinnerung, Persönlichkeit und Selbstbewusstsein sehr eng miteinander verknüpft.
Gerade der Anfang bis zur Lebensmitte eines Menschen ist geprägt vom Aufbau von  Erinnerungen. Das Ansammeln von Wissen und Erleben überwiegt deutlich. Je mehr wir im Alterungsprozess voranschreiten, kehrt sich dieser Prozess um. Die Vorzeichen wechseln auf Abruf von Wissen und Erleben.

Der alte Mensch bezieht seine Lebensfreude, seine Lebensenergie, seine geistige Präsenz von der Wissensansammlung und dem Erlebten.

Der alte Mensch LEBT in seiner Erinnerung und von seiner Erinnerung. Daraus zieht er seine Kraft und sein Selbstbewusstsein.
Dieses Wissen um die Bedeutung der Erinnerung für den alten Menschen lässt uns erahnen, was passiert, wenn der alte und hochaltrige Mensch demenziell erkrankt ist und von seiner Erinnerung allmählich verlassen wird?

Ist es nicht mehr als verständlich, dass der fortschreitende Prozess des Vergessens bei Menschen, die demenziell erkrankt sind, zu Beginn der Krankheit/Diagnose einen Schock auslöst und sich in der Folge Angst, Aggression und Depression abwechseln?

Alle drei dieser psychologischen Folgen sind für den Betroffenen gleich schlimm. Die Angehörigen jedoch nehmen am meisten die Aggression wahr, weil sie am deutlichsten sichtbar ist. Gerade diese Aggressionen, die zum Teil dramatische Ausmaße einnehmen, sind es, die uns als pflegende Angehörige am meisten Stress bereiten.

Sie erzeugen wiederum beim pflegenden Angehörigen Angst und auch Ablehnung. So entsteht eine Kette von Verwirrungen in der Beziehung zwischen dem Betroffenen und dem pflegendem Angehörigen, die zu einer sehr großen Belastung für beide Seiten wird und die vor allem die pflegenden Angehörigen zur Verzweiflung bringt.

Mögliche Lösungsansätze

Nehmen Sie seine Ausbrüche nicht persönlich!

Lösen Sie sich von Ihrem Betreuten!

Bauen Sie sich ein Leben neben dem Pflegealltag auf!

Gerade pflegende Angehörige, die noch im erwerbstägigen Alter sind, sollten neben der Pflege des geliebten Menschen weiter ihrem Beruf nachgehen und den Betreuten in professionelle, nichtsdestotrotz liebevolle und kompetente Hände geben. Es gibt KEINEN Anlass dafür, ein schlechtes Gewissen zu haben!

Nehmen Sie bewusst Auszeiten aus dem Pflegealltag!

Bauen Sie Kommunikationsbrücken zu Ihrem Betreuten auf!

Es gibt dafür das NONNA ANNA®-Sinnesmaterial.

Dieses Material erleichtert das partielle Erinnerungsvermögen des demenziell Erkrankten und gibt ihm seine Würde zurück. Gemeinsam finden Sie während der Zeit der gemeinsamen Beschäftigung ihre Beziehung zueinander wieder.

Mit diesen Tipps meistern Sie die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf, ohne dass einer der am Prozess Beteiligten auf der Strecke bleibt!

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