Erinnern als Prophylaxe

erinnerungsbuchJe älter wir werden, umso mehr gewinnt die Vergangenheit und alles, was wir früher erlebt, gemacht, gefühlt, gegessen … haben, an Bedeutung. Während der Jugendzeit und des Erwachsenenalters sind wir viel zu beschäftigt mit den täglichen kleinen und großen Sorgen, als dass wir uns Gedanken machen könnten um früher. Allerdings wächst mit zunehmendem Alter die Freude am Erinnern. Das gilt für die meisten Seniorinnen und Senioren.

Wenn allerdings eine Demenz vorliegt, bekommt das Erinnern eine noch größere Bedeutung, da das frühere Fühlen, Denken und Erleben das einzige ist, was von einem langen Leben bleibt. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie als pflegende Angehörige das bewusste und aktive Erinnern steuern, solange das noch möglich ist und der demenziell Erkrankte seine Erinnerungen noch gut und bewusst kommunizieren kann.

Lenken Sie das Gespräch, so oft es geht, auf die Vorlieben in Sachen Speisen, Getränke und Musik. Aber auch über Vorliebe bei Düften, Blumen, Bildern und vor allem auch über Begebenheiten des Lebens sollten Sie sprechen.

Diese Vorlieben werden zu einem späteren Zeitpunkt einer fortgeschrittenen Demenz sehr hilfreich sein, weil sie der Beruhigung dienen und den Schmerz des Vergessens lindern. So kann man im Zusammenhang mit einer frühen Demenz durchaus von Prophylaxe sprechen, wenn Sie gemeinsam an einem Erinnerungsbuch arbeiten und all das schriftlich festhalten, was zu den persönlichen Vorlieben Ihres demenziell Erkrankten gehört.

Zum Erinnern ist es nie zu spät.

Nun wünsche ich Ihnen viele anregende Stunden des gemeinsamen Erinnerns.
Ihre Eva-Maria Popp

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