Hilfe bei der Betreuung annehmen will gelernt sein

Hilfe annehmen will gelernt sein

© Robert Kneschke – Fotolia

Nun ist es amtlich:

Auch in diesem Jahr verbleiben viele Millionen Euros, die eigentlich für die Unterstützung von pflegenden Angehörigen in Form von Betreuungsleistungen einerseits und für die Beschäftigung von Menschen mit Demenz andererseits vorgesehen waren, in den Töpfen der Krankenkassen zurück. Der Grund dafür ist, dass die Betroffenen das Geld nicht abrufen.

Wie kann das sein?

Hilfe annehmen ist eine Kunst

Es fällt uns sehr schwer, Hilfe anzunehmen, weil wir Zeit unseres Lebens daran gewöhnt sind, alles selbst zu erledigen. Sobald wir für bestimmte Verrichtungen auf Hilfe angewiesen sind, haben wir das Gefühl der Abhängigkeit. Wir müssen uns und unser Wohlergehen fremden Menschen anvertrauen. Noch schlimmer aber ist es für uns, dass wir das Gefühl haben, Umstände zu bereiten.

So nimmt ein Teufelskreis aus Stress, Überforderung und Frust seinen unheilvollen Lauf.

Was kann man dagegen tun?

Arrangieren Sie sich mit dem Älterwerden!

Die erste wichtige Aufgabe im Leben eines Seniors ist es, sich damit zu arrangieren, dass man nun älter, um nicht zu sagen alt ist.

Dazu gehört es als äußeres Anzeichen, dass die Kräfte schwinden, dass man das eine oder andere nicht mehr kann.

„Annehmen, was ist“, heißt die Devise. Hören Sie auf, gegen das Unvermeidliche zu kämpfen.

Akzeptieren Sie Ihr Alter!

Die nächste Aufgabe ist es, die Demenz bei Ihrem Partner zu akzeptieren.

Auch in diesem Fall wirkt der Leitsatz einer erfolgreichen Lebensführung „Annehmen, was ist“ wahre Wunder.

Sobald Sie aufhören, gegen die Demenz als Fakt zu kämpfen, bleibt Ihnen viel Kraft und Energie, um sich zu arrangieren.

Erst danach können Sie frei von negativen Emotionen Ihren persönlichen Deal mit der Demenz machen.

Hilfsangebote sind konstruktive Lösungen

Nun ist der Weg frei für konstruktive Lösungen und vor allem Hilfe.

Wo brauche ich Hilfe?

Auf diese Frage erhalten Sie viele individuelle Antworten, die abhängig sind von Tagesform, Jahreszeiten und vielen persönlichen Gegebenheiten.

Die wahre Antwort kennen nur Sie selbst.

Für den einen ist es die Hilfe bei Pflegetätigkeiten, für den anderen ist es eine liebevolle Begleitung bei der Freizeitgestaltung, wieder andere suchen eine Gelegenheit zum Reden, Reisen, Kinobesuch, Kaffeehausplausch.

Um Hilfe bitten will gelernt sein

Fakt ist: Nur wenn Sie sich offen und ehrlich eingestehen, dass Sie Hilfe benötigen, dann sind Sie in der Lage um die unendlich wichtige Hilfe und Unterstützung zu bitten und sie auch anzunehmen.

Sie dürfen sich freuen auf viele wunderbare Erlebnisse mit Ihrem Helfer und die Fremdhilfe in Form von Betreuung und Beschäftigung werden Sie als eine wahre Kraft- und Energiequelle erleben.

Achten Sie allerdings darauf, dass Sie individuelle Betreuung und Hilfsangebote bekommen. Nur individuelle Hilfsangebote werden Ihren Bedürfnissen gerecht und werden in der Folge als echte Unterstützung wahrgenommen.

 

Nun hoffe ich, dass ich mit meinen Gedanken rund um die Hilfe einen Impuls bei Ihnen setzen konnte, damit auch Sie über das Helfen nachdenken und es Ihnen in Zukunft gelingt, um Hilfe zu bitten und sie auch annehmen zu können.

Zum Wohle ALLER!

Viel Freude mit Ihrer neuen Hilfe
Ihre Eva-Maria Popp

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