Rätselspaß für alte Fragefüchse

Kreuzworträtsel

© Rido – Fotolia

Viele Menschen finden Zeit ihres Lebens Entspannung und Freude beim Rätseln. Gerade im Alter und besonders bei Menschen mit Demenz ist dieses Hobby eine hervorragende Art das Gehirn zu trainieren und dem „Demenzgespenst“ Einhalt zu gebieten. Allerdings gibt es dabei einige wichtige Faktoren zu beachten. So sollte der Spiel- und Spaßfaktor im Vordergrund stehen, um Frustrationen zu vermeiden, wenn die richtigen Wörter nicht gleich den Weg über die Lippen finden. Wenn Sie als pflegender Angehöriger beim Rätseln mitmachen, sollten Sie immer im Auge haben, wo und wie Sie Erinnerungsbrücken bauen können. So können Sie den Anfangsbuchstaben nennen, an ein gemeinsames Erlebnis erinnern, Bilder und Gegenstände zeigen.
Außerdem gibt es verschiedene Rätselmöglichkeiten, die Sie entweder käuflich erwerben können oder auch mit wenigen Mitteln selbst gestalten können:

  1. Kreuzworträtsel für demenziell Erkrankte selbst gestalten
    Zeichnen Sie auf ein DIN A 4 Blatt große Kästchen in Form eines Kreuzworträtsels! Achten Sie dabei, dass die einzelnen Rubriken maximal 6 Buchstaben haben sollten! Wenn Sie die Arbeit mit dem Computer beherrschen, können Sie die Rätselskizzen mit einem Computerprogramm erstellen. Oder Sie bitten Ihre Enkelkinder oder andere Jugendliche, die sicher gerne behilflich sind.
    Danach denken Sie sich einfache Wörter von bekannten Gegenständen aus, von denen Sie wissen, dass sie zum Erinnerungsrepertoire Ihres Angehörigen gehören. Danach präsentieren Sie diese Wörter in verschiedenen Formen. So können Sie wie bei einem klassischen Kreuzworträtsel den Anfangsbuchstaben eintragen und eine kurze Umschreibung des gesuchten Begriffes in schriftlicher Form geben. Wenn es mit dem Lesen nicht mehr so gut klappt, ist es auch möglich Bilder des gesuchten Wortes zu zeigen, die Sie aus einem Buch oder auch aus einem Werbeprospekt ausschneiden. Oder Sie zeigen die Gegenstände in natura. Wenn die Schreibfähigkeit schon sehr eingeschränkt ist, dann können Sie auf ein Stempelset zurückgreifen.
  2. Rätselraten mit Sprichwortkarten
    Gerade ältere Menschen haben einen guten Zugang zu Sprichwörtern. Diese sind sehr tief in der Erinnerung abgespeichert und werden seit Kindertagen verwendet. Deshalb sind sie bei demenziell Erkrankten noch sehr lange verfügbar. Dazu gibt es speziell für den Rätselspaß bei Demenz ein Kartenset mit den gängigsten und geläufigsten Sprichwörtern. Diese Sprichwortkarten sind so aufgebaut, dass der demenziell Erkrankte alleine damit arbeiten kann aber auch für den Gebrauch zu zweit oder in der Gruppe eignet sich dieses Kartenset sehr gut. Die erste Hälfte des Sprichworts steht auf der Vorderseite, die Ergänzung ist auf der Rückseite vermerkt. Sie können die erste Sequenz vorlesen und die Ergänzung erraten lassen oder auch die Rückseite der Karte gemeinsam umdrehen und lesen. Sicher entdecken Sie selbst noch Ihre eigenen Methoden, wie Sie mit Ihrem demenziell Erkrankten den größten gemeinsamen Spaß am Sprichwort erraten haben.

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Nun wünsche ich Ihnen viel Freude beim gemeinsamen Rätselspaß

Ihre Eva-Maria Popp

 

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