Menschen mit Demenz verstehen lernen

So fühlen Menschen, die am demenziellen Syndrom erkrankt sind

Menschen mit Demenz verstehen

© Jürgen Fälchle – Fotolia

Menschen, die demenziell erkrankt sind, leben – je nach dem Stadium ihrer Erkrankung –  in zwei, drei oder noch mehr Welten. Auf alle Fälle erkennen sie bewusst oder unbewusst, dass sich ihr Wissen, das sie über die langen Jahre des Lebens erworben haben, allmählich buchstäblich in Luft auflöst.

„Wissen ist Macht“, heißt ein bekanntes Sprichwort. Alte Menschen werden in der Literatur, in der Kunst und der Gesellschaft mit Weisheit und einem großen Erfahrungsschatz in Verbindung gebracht. Wenn diese Attribute langsam, aber sicher schwinden und der Betroffene seinen reichen Wissens- und Erfahrungsschatz verliert, dann reagiert er mit Wut, Ärger und Aggression. Diese Wutzustände äußern sich unkontrolliert und sind nicht unbedingt zu steuern. Tragischerweise richten sich diese Gefühlsausbrüche meist gegen die Menschen, die dem Betroffenen am nächsten stehen.

Wechselweise mit der Wut kommt die Angst, große Angst, die den Betroffenen durchaus in Depressionen stürzen kann.

Als Angehöriger verstehen wir meist nicht die Zusammenhänge und gehen ganz oft von uns aus. „Das kann doch nicht sein, dass du das nicht mehr weißt.“ „Man kann sich doch nicht so gehen lassen.“ „Das gehört sich nicht.“

Die Liste der Vorwürfe, die wir dem demenziell Erkrankten gegenüber direkt oder auch unausgesprochen machen, ist lang ­– um nicht zu sagen unendlich.

Das erschwert langfristig die Kommunikation miteinander.

Der demenziell Erkrankte braucht Verständnis, viel Liebe und das Gefühl der Geborgenheit. Er muss wissen, dass es Menschen in seiner Umgebung gibt, die seine nachlassende Gedächtnisleistung nachhaltig kompensieren. Das gibt ihm Zuversicht und Kraft. Dazu gibt es viele Methoden und Material, das dem Betreuten über viele Jahre einen Teil seiner schwindenden Orientierung ersetzt, ähnlich wie die Lesebrille ein wichtiges Hilfsmittel gegen die schwindende Sehkraft ist.

Im fortgeschrittenen Stadium der Demenz fühlt sich der Betroffene vollkommen alleine, auch wenn er sich in Gesellschaft befindet. Über herkömmliche Kommunikationsmittel kann man keinen Kontakt mehr zu ihm aufbauen. So lebt der Betroffene in großer Einsamkeit und Reizarmut, vergleichbar mit der Einzelhaft, die ja bekanntlich als Foltermethode verpönt ist. Das ist wiederum der Hintergrund für die Aggressionen und Unruhezustände und den übergroßen Bewegungsdrang, der der Umgebung des demenziell Erkrankten den letzten Nerv raubt. So ist es unsere Pflicht, Methoden zu finden, die diese Kluft zwischen dem Betroffenen und der Außenwelt überwinden!

Eine probate Methode ist die Montessori-Pädagogik für Senioren, die in der Methode NONNA ANNA® ihren Niederschlag findet. Durch das besondere Material wird die Kommunikationsschranke zwischen der Demenzwelt und der herkömmlichen Welt aufgehoben. Der demenziell Erkrankte spürt wieder Anregungen und Impulse und wird aus seiner Isolationshaft befreit. Das schenkt ihm eine tiefe Befriedigung, die mit einer Beruhigung seines Allgemeinzustandes einhergeht. Er strahlt Zufriedenheit aus, die Unruhezustände und die Aggressionsausbrüche lassen allmählich nach. Das wirkt sich automatisch auf die Befindlichkeit der Angehörigen aus. Auch sie können lockerlassen und zur Ruhe kommen.

So ist durch die Arbeit mit dem NONNA ANNA®-Material die Basis gegeben, dass vor allem die Betreuer und Angehörigen wieder Ruhe finden. Das Leben als Betreuer, Pfleger und Angehöriger erhält wieder Lebensqualität und vor allem Normalität. Ich bin wieder in der Lage, meiner Arbeit und meinen Pflichten nachzukommen. Das Gefühl des Ausgebrannt-Seins lässt nach.

ALLEN ist geholfen!

Empfohlene Produkte


Weiterführende Informationen

 

Artikel weiterempfehlen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.