Orientierungshilfen schenken Sicherheit

Orientierungshilfen für Menschen mit Demenz

© Alexander Raths – Fotolia

Hilfen gegen Aggression und Rückzug
Der Alltag von Menschen mit Demenz wird mit dem zunehmenden Fortschreiten der Krankheit als unsicher und beängstigend erlebt. Daraus entwickelt sich entweder ein Rückzugsverhalten oder eine aggressive Phase. Beides ist für den Betroffenen und seine Umgebung eine Katastrophe und erschwert das Zusammenleben. Das ist schade und muss nicht sein.

Verständnis für Unsicherheit
Wenn wir uns in die Erlebenswelt unseres Angehörigen hineinversetzen, dann verstehen wir, was in ihm vorgeht und woher die Unsicherheit kommt – vor allem ist klar, dass wir entgegenwirken können!

Die Erlebenswelt eine Menschen mit Demenz
Der demenziell Erkrankte kann sich nicht mehr erinnern. Er weiß, dass er etwas wissen müsste und fühlt die Gedächtnislücke. Das bereitet ihm großes Unbehagen bis hin zu körperlichen Schmerzen. Er zerbricht sich den Kopf und verkrampft dabei. ABER: Das Wissen kehrt nicht zurück. Zwischen dem, was er wissen sollte und seinem tatsächlichen Gedächtnis steht eine unsichtbare hohe Mauer, die er nicht überwinden kann.

Eine schreckliche Vorstellung, finden Sie nicht auch?

Orientierungshilfen unterstützen das Erinnern und Erkennen
Hier wird dringend Hilfestellung benötigt. Diese können Sie als pflegender Angehöriger in Form von Orientierungshilfen geben.

Achten Sie darauf, dass die wichtigsten Gegenstände, Zimmer und Utensilien auffallend und deutlich beschriftet sind. Verwenden Sie dabei auch Piktogramme. Damit erleichtern Sie den Zugang zum Langzeitgedächtnis für den demenziell Erkrankten.

Die Beschriftung und die Piktogramme fungieren als Leiter über die hohe unsichtbare Mauer, wenn wir in dem Bild bleiben, das ich vorher beschrieben habe.

Diese Orientierungshilfen schenken Sicherheit und geben keinen Anlass zu Hilflosigkeit und in der Folge zu Aggression.

So könnte man diesen Einsatz von Orientierungshilfen mit dem bekannten Sprichwort „Kleine Ursache – große Wirkung“ beschreiben.

Tipp:
Wenn Sie Enkelkinder haben, ist es eine schöne Aufgabe für die Kinder, zusammen mit Ihnen und/oder dem demenziell Erkrankten Piktogramme und Beschriftungen zu malen und anzufertigen.

Das fördert den Zusammenhalt in der Familie und sorgt für ein hohes Maß an Identifikation und Verständnis bei alle Beteiligten.

Eine schöne Zeit wünscht Ihnen
Eva-Maria Popp

Orientierungshilfen für Menschen mit Demenz

 

 

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