Pflegeheim für Demenzkranke

Pflegeheim für Demenzkranke

© Westend61 / Rainer Holz – Fotolia

So finden Sie das beste Heim!

Als pflegender Angehöriger will man immer das Beste für den demenziell Erkrankten, für den man die Verantwortung übernommen hat. Doch immer wieder kommt man an den Punkt, an dem man sich zu Recht die Frage stellt: Was ist das Beste? Kann ich weiterhin die Kraft aufbringen, meinen Liebsten zu Hause zu pflegen oder ist die Zeit gekommen, einen Heimplatz zu suchen? Diese Phase ist eine der schwierigsten im Leben eines pflegenden Angehörigen. Sie gehen durch ein Wechselbad der Gefühle, die schwanken zwischen der Erkenntnis, dass die Grenze der Belastbarkeit erreicht ist und einer Welle an schlechtem Gewissen.

Deshalb möchte ich heute mit ein paar Gedanken dazu beitragen, dass Sie sich leichter entscheiden können.

Der wichtigste Gedanke ist die Erkenntnis, dass Sie immer die Verantwortung für Ihren demenziell Erkrankten haben werden – ganz egal, wo er sich aufhält.

Verantwortung haben und wahrnehmen heißt, sich Gedanken zu machen, abzuwägen und die beste Lösung für alle Beteiligten zu finden.

Verantwortung zu haben heißt NICHT, dass Sie alles selbst erledigen und machen müssen, was an Arbeiten und Aufgaben rund um die Pflege anfällt!

Diese Erkenntnis kann Sie in Ihren Überlegungen weiterbringen, indem sie Ihnen aufzeigt, dass es vollkommen legitim ist, den demenziell Erkrankten in eine Einrichtung zu geben, weil Sie damit die Pflegearbeit in professionelle Hände geben, nicht aber die Verantwortung und Fürsorge abgeben.

Wenn Sie sich für einen Heimaufenthalt entschieden haben, ist es wichtig, Ihre Verantwortung wahrzunehmen und die beste Betreuungsmöglichkeit zu suchen und zu finden.

Nun heißt es wählerisch zu sein und das beste Haus zu finden, das es für Ihren demenziell Erkrankten gibt.

Ein großer Vorteil für einen Demenzerkrankten kann die Aufnahme in einer Demenz-WG sein. Diese Wohngemeinschaften sind kleiner und überschaubarer. Vor allem zeichnen sie sich durch eine persönliche Note aus. Allerdings ist in einer Demenz-WG Ihr Engagement als pflegender Angehöriger durchaus gefragt. Sie müssen für sich erkennen, ob Sie sich engagieren wollen. Eine weitere wichtige Frage ist, ob der zu Betreuende ein eher geselliger Typ ist oder ein Mensch, für den Rückzugsorte eine große Rolle spielen. Wenn die zweite Variante zutrifft, dann dürfte eine Demenz-WG eher weniger passend sein.

Bei der Suche nach dem passenden Pflegeheim wird Ihnen auffallen, dass die Prospekte und das Werbematerial, das Ihnen bei der Kontaktaufnahme ausgehändigt wird, oftmals auf Hochglanz poliert ist. Nun stellt sich die Frage, ob die Werbeaussagen der Wirklichkeit entsprechen oder eher das Werk eines gewieften Werbetexters sind.

Deshalb mein Fazit:

  • Verlassen Sie sich auf Ihr Bauchgefühl!
  • Vereinbaren Sie ein Probewohnen! So können Sie über einen längeren Zeitraum die Stimmung und die Gewohnheiten erleben, die im Haus herrschen, und sich danach wirklich verantwortungsvoll entscheiden.

Diese Fragen können Sie bei der Suche nach der passenden Einrichtung unterstützen:

  • Wie ist der erste Eindruck in Bezug auf die Räumlichkeiten?
  • Wie ist der erste Eindruck in Bezug auf den Ton?
  • Wie ist der erste Eindruck in Bezug auf die Stimmung?

Lassen Sie sich die Pflegenoten zeigen!

Unter www.senioren-ratgeber.de finden Sie eine ausführliche Checkliste.

Nun wünsche ich Ihnen eine gute Entscheidung. Sie machen es richtig, da bin ich ganz sicher.

Herzliche Grüße
Eva-Maria Popp

Empfohlene Produkte

Weiterführende Links

Artikel weiterempfehlen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.