Pflegetipps für mehr Unabhängigkeit im täglichen Alltag

Die Zahl der Menschen, die in Deutschland demenziell verändert sind, ist inzwischen auf 1.400.000 Menschen angestiegen. Viele Hochbetagte gehören dazu, aber auch Menschen, die noch nicht so alt sind. Allen gemeinsam ist, dass die meisten von ihnen, immerhin 80%, zu Hause gepflegt werden.
Pflegende Angehörige kümmern sich Tag und Nacht – stets und immer- um ihren demenziell Erkrankten. Dieser Alltag, der ganz und gar unter dem Zeichen der Demenz steht verlangt eine Menge Einsatz von den Pflegenden. Allerdings lässt er sich um einiges erleichtern, je mehr Tipps und Tricks man im Laufe einer „Pflegekarriere“ kennenlernt.
Mein Ziel mit diesen Zeilen ist es, Ihnen möglichst viele Pflegetipps aus der Praxis für die Praxis zu geben, damit Sie möglichst viel vom Wissen von Profis profitieren können freue ich mich, dass ich bei meinem Pflegeblog von meiner Schwiegertochter unterstützt werde, die gelernte Altenpflegerin ist.

Unser Pflegetipp:

  • Sprechen Sie offen mit Ihrem demenziell Erkrankten über seine Situation und somit auch über das gemeinsame Schicksal!
  • Beziehen Sie den Betroffenen in Ihre Entscheidungen mit ein!
  • Vermitteln Sie ihm das Gefühl noch dazu zu gehören!
  • Übertragen sie ihm kleinere Aufgaben!

Das „noch gebraucht werden“ ist ein wichtiger Baustein, wenn es um Lebensglück und Lebenszufriedenheit geht. Menschen, die sich nicht mehr gebraucht fühlen sind mit sich und der Welt sehr unzufrieden. Das macht sich in einer allgemeinen schlechten Stimmung bemerkbar. Aggressionen und Depressionen können die Folge sein. Mit Umsicht und gezielten Aufgabenstellungen können Sie das verhindern. So besteht für den demenziell Erkrankten die Möglichkeit Aufgaben im Haushalt zu erledigen, vom Staubwischen über Wäschepflege bis hin zu Kochen und Handarbeit- und Handwerksarbeiten. Wichtig dabei ist, dass es Aufgaben sind, die dem Betroffenen Freude bereiten und am besten zum normalen Aufgabenfeld eines Menschen gehören. Die Gerontopädagogik spricht in diesem Fall vom sogenannten Normalitätsprinzip: keine Sonderaufgaben, sondern Alltagsaufgaben!

Unterstützung in diesem Zusammenhang erhalten Sie von einer speziell für den Umgang mit demenziell erkrankten Menschen entwickelten Strukturhilfe in Form eines Tagesplaners. Dieser zeigt dem Erkrankten was wann, von wem zu tun ist. Er kann sehen und erkennen, was noch zu tun ist oder was er schon erledigt hat, auch wenn er es wieder vergessen hat. Durch die nonverbalen Signale über den Tagesplaner ersparen Sie sich als pflegender Angehörige viele Worte und viele Anweisungen.
Der Betroffene wiederum kann unabhängig und selbstbestimmt handeln. Das steigert sein Selbstbewusstsein und hebt die Stimmung.

So erleichtern Sie sich und der ganzen Familie das Zusammenleben und sorgen für mehr Zufriedenheit bei allen Beteiligten.

Nun wünschen wir Ihnen viel Erfolg beim gemeinsamen Tun

Ihre Eva-Maria und Karin Popp

 

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